Modellprojekt: Cannabis als Medizin – JETZT

Logo-Aids-Hilfe-FFMDie Fachtagung war ein voller Erfolg gewesen und nun zeigen sich die ersten Konsequenzen daraus. Die AIDS-Hilfe Frankfurt möchte nun ein Modellprojekt: Cannabis als Medizin starten. Ansprechpartner ist Herr Jürgen Klee, der noch Patienten, engagierte Ärzte, Rechtsanwälte und fachlich am Thema Interessierte sucht.

Wir werden uns natürlich auf diesen Aufruf melden und möchten alle Patienten, vor allem all jene die in Frankfurt und Umgebung wohnen, dazu Auffordern sich ebenfalls bei diesem Projekt zu melden.

Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich dies weiterentwickelt.

Fachtagung Cannabis

Fachtagung_Cannabis_Flyer_Front-e1415560259231-198x150Die Fachtagung Cannabis war ein voller Erfolg. Nicht nur die Fachtagung selbst, auch die mediale Berichterstattung darüber war sehr Positiv. Das Frankfurter Drogenreferat liefert auf ihrer Seite die Präsentationen, Reden und Videos des Tages. Leider noch nicht Vollständig, aber es lohnt sich mal vorbeizuschauen.

Vorallem das Schlusswort von Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig ist sehr Interessant.

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Volle Säle bei der Fachtagung in Frankfurt.

Erste Frankfurter Fachtagung zu Cannabis

Am Montag, den 17. November veranstaltet die Stadt Frankfurt, durch das Gesundheitsdezernat und das Drogenreferat, die erste Frankfurter Fachtagung Cannabis.  Mit 250 Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Polizei, Justiz, Drogen- und Suchthilfe, Prävention, Soziales, Medien, Pharmazie und Wissenschaft, sowie der interessierte Öffentlichkeit aus Frankfurt, will man ins Gespräch kommen und auch „kontroverse Standpunkte erörtern.

„Miteinander, sachlich, kontrovers, offen“

Ein aus unserer Sicht gutes Plenum mit Redebeiträgen aus Sozialwissenschaftlicher Sicht (Prof. Dr. Heino Stöver), aus der medizinischen und pharmakologischen Perspektive (Prof. Dr. Volker Auwärter), sowie aus dem polizeilichen Blickwinkel (Dirk Peglow vom BDK) eröffnen die Veranstaltung. Dies werden durchaus Interessante Redebeiträge werden. Alle Redner sind der aktuellen Drogenpolitik gegenüber vermutlich eher kritsisch eingestellt.

Zudem sollen in 5 parallelen Foren zu den verschiedenen „Legalisierungsmodellen“ Cannabis Social Clubs, Coffeshops, Apothekenmodell und Cannabis in Fachgeschäften, sowie zur Schweizer Entkriminalisierung diskutiert werden.

Wir sind sehr gespannt auf die Diskussion und deren Teilnehmer.

Wenn ihr eure Stimmen mit auf die Veranstaltung bringen wollt, könnt ihr bereits vorab mit uns Diskutieren. Mehr Infos.

HAI Treffen: 13.11.2014

Wir Treffen uns am 13.11 um 19 Uhr im Club Voltaire in Frankfurt.

Bei nettem beisammen sein, wollen wir über die bevorstehende Fachtagung Cannabis diskutieren und uns auch über die Inhalte austauschen. Welches Modell bevorzugt ihr und warum? Welche Vorteile hat ein Cannabis Social Club, welche Nachteile? Wer sind die Redner, kennt man die? Was glaubt ihr was das Ergebnis der Veranstaltung sein wird bzw. sollte? und und und und…

Kommt vorbei und diskutiert mit uns und anderen. Wir wollen auch die Vorstellungen von euch mit in die Diskussion, auf der Fachtagung Cannabis in Frankfurt am 17. 11, einbringen.

Wir treffen uns im Club Voltaire. der sich in der Kleinen Hochstraße 5 in Frankfurt befindet. Von der Hauptwache bzw. der Alten Oper sind es nur wenige Meter bis zur Freßgass (Große Bockenheimer Str.), von der aus ihr in die kleine Hochstraße kommt.

Seht auch auf Google Maps die Karte an.

Zukunftswerkstatt Cannabis Berlin

Berlin, Görli, Coffeshop

In Berlin fand grade am 17.10 die „Zukunftswerkstatt Cannabis“ statt. In verschiedenen Vorträgen und Workshops wurde über das geplante Modellprojekt zur regulierten Abgabe von Cannabis am und um den Görlitzer Park diskutiert. Die Veranstaltung wurde vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, unter Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann (Grüne), organisiert und vom Deutschen Hanfverband unterstützt.

Georg Wurth machte in seinem Vortrag vorallem klar „Wir sind nicht allein“ hier in Fridrichshain-Kreuzberg und sind nicht das „kleine Gallische Dorf“, dass sich gegen das „große Imperium“ zu wehren versucht. Der Damm ist mit der Legalisierung in Colorado und Washington und dem Bruch der Internationalen Verträge, durch den eigentlichen Initiator die USA, längst gebrochen.

Zudem Sprach Georg Wurth auch über Frankfurt und die am 17. November stattfindende „Fachtagung Cannabis“ (siehe Flyer), mit hochkarätigen Teilnehmern wie Prof. Dr. Heino Stöver, Prof. Dr. Volker Auwärter, Dirk Peglow, Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Joep Oomen, Dr. Jean Paul Grund, Thomas Kessler oder Dr. Jens Kalke, die in verschiedenen Vorträgen und 5 verschiedenen Foren ihr Wissen beisteuern. Berlin war mit der Forderung der Bezirksbürgermeisterin, Coffeshops einzurichten um die Drogenproblematik des Görli zu bekämpfen, auf viel Mediales Interesse gestoßen. Dies sorgte bei vielen Menschen dafür, verursacht durch die reißerischen Beiträge der Medien, dass man dachte nun gibt es einen Coffeshop im Görli. Dem ist natürlich nicht so. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Frankfurt überholt Berlin? Ein Rennen um das Gras!

Frankfurt blickt auf eine längere Erfahrung mit alternativer Drogenpolitik zurück. Vorallem der Frankfurter Weg, mit der Abgabe von Heroin und der Einrichtung von sogenannten Druckräumen, dürfte vielen ein Begriff sein. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Georg Wurth die prophetische Frage bei der Veranstaltung in Berlin stellt „…vielleicht Überholt Frankfurt Berlin noch.“ Ob dies wirklich so kommen wird, wird sich noch zeigen. Letzlich wird es natürlich auswirkungen auf ganz Deutschland haben.

Wir dürfen gespannt auf die Ergebnisse der ersten Fachtagung Cannabis in Frankfurt sein und werden sobald es weitere Informationen gibt darüber berichten. Die neuesten Informationen erhaltet ihr auch auf unserer nächsten Veranstaltung am Donnerstag, den 13.11. um 19 Uhr. Die Fachebook Veranstaltung dazu findet ihr hier.

Weitere Informationen zu Berlin, sowie Youtube Videos zu den Vorträgen findet ihr verlinkt auf der Seite des Hanfverband. Siehe dazu hier.

HAI Treffen: 25.10.14

Samstag, 25.10. – 16 Uhr im Nachbarschaftsbüro Ginnheim

Am Samstag, den 25.10. ist es wieder soweit. Wir treffen uns um das neueste aus Frankfurt zu Besprechen und weitere Aktionen zu Planen. Es soll um 16 Uhr lossgehen im Nachbarschaftsbüro Platensiedlung(Adresse siehe Unten). Wir werden uns vorallem mit der im November geplanten Fachtagung beschäftigen. Da die Plätze auf der Fachtagung leider begrenzt sind, wollen wir hierzu weitere Aktionen Planen. Zudem erfahrt ihr neueste Informationen zur aktuelle Drogenpolitik in Frankfurt.

Donnerstag, 13.11. – 19 Uhr

Desweiteren Treffen wir uns am 13.11. um 19 Uhr. Der Veranstaltungsort steht noch nicht mit Sicherheit fest. Diesen werden wir aber Zeitnah nachreichen.

Adresse Nachbarschaftsbüro Platensiedlung:

Wegbeschreibung: (<– als Google-Map, mit Wegbeschreibung und Anhaltspunkten)

Nachbarschaftsbüro Platensiedlung, Franz Werfel Str. 37 in Frankfurt/Ginnheim.

Vom Frankfurter Hauptbahnhof mit der Tram 16 zum Bahnhof Ginnheim, und danach die Rosa Luxemburg Straße hochlaufen, über den LIDL Parkplatz und dann findet ihr es schon. Wir hängen wie immer eine kleine Hanf Fahne am Balkon auf damit ihr uns leichter findet, dann müsst ihr nur noch beim Nachbarschaftsbüro klingeln.

Fachtagung Cannabis – Das Interesse ist (zu) groß!

Die Deadline für die Anmeldungen zur Fachtagung Cannabis in Frankfurt, die am 17.November stattfinden soll, ist bald erreicht. Am 20. Oktober ist Schluss.

Schon heute haben wir vom Drogenreferat Frankfurt erfahren, dass die Resonanz auf die Veranstaltung sehr groß ist und die Anfragen noch immer beantwortet werden. Eine verbindliche Teilnahme kann noch nicht zugesichert werden. Dies soll aber bis zum 27. Oktober geschehen.

Wir sind mit 4 Teilnehmern angemeldet und hoffen das Wir auch alle an der Veranstaltung teilnehmen können.

Schon die SPD-Veranstaltung war mit 300 Personen mehr als gut besucht, das Interesse für die Fachtagung scheint ebenso groß zu sein.

Cannabis legalisieren? – Ja, Stöver sagt 2018!

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Plakat der SPD zur Veranstaltung Cannabis legalisieren?

Am Montag den 29. September hat die Frankfurter SPD eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Cannabis legalisieren?“ veranstaltet. Auf dem Podium waren der Suchtforscher Heino Stöver von der Frankfurter Fachhochschule, Psychologe Ulrich Claussen, der in einer therapeutischen Einrichtung im Odenwald arbeitet und Dr. Renate Wolter-Brandecker von der Frankfurter SPD. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christian Palm (FAZ).

Es drängten sich ca. 300 Leute in den großen Saal im Haus am Dom, das Interesse war groß und es waren von Alt bis Jung verschiedenste Leute da. Es zeigte sich mal wieder: Cannabis zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und ist kein Hippie-Syndrom.

Die Verbotspolitik verabschiedet sich nicht von Cannabis, sondern Cannabis verabschiedet sich von der Verbotspolitik!

Gleich zu Beginn der Veranstaltung fragte Herr Palm das Publikum “Wer hat denn noch kein Cannabis konsumiert?” Nur einige wenige Hände zeigten auf. Auch dies ein Signal das Cannabis aus dem Schatten der Verbotspolitik austritt. Hinzu kommt, dass laut Suchtforscher Stöver 95% kein Problem mit dem Cannabiskonsum haben. Die Drogenpolitik ist gescheitert und kriminalisiert unnötig.

Das Problem ist nicht das Ausprobieren von Cannabis, sondern dabei erwischt zu werden, sagt Frau Wolter-Brandecker

Auch Fr. Dr. Brandecker sagte, das es dazugehöre Dinge auszuprobieren. Die Verbotspolitik führt allerdings dazu, dass junge Menschen kriminalisiert werden und in eine Spirale geraten aus der sie sich nur sehr schwer wieder befreien können. Gebradmarkt mit dem Stempel „BTM-Konsument“ reicht es in eine reguläre Verkehrskontrolle zu kommen, die Aufforderung zur Drogenkontrolle ist dann quasi garantiert. Vermutlich auch aus solchen Gründen will Frau Wolter-Brandecker die Debatte in die Kommunen tragen und vor Ort diskutieren und einen überparteilichen Konsens herstellen.

Dem stand der Psychologe und Leiter eine Suchtklinik Ulrich Claussen gegenüber, der als warnende Stimme mit im Podium saß und vor allem auf seine Patienten verwies. Über die Hälfte seien wegen Cannabis bei ihm. Zudem sei er überrascht gewesen, dass die Bildung der Cannabisabhängigen hinter der von Opiatabhängigen stehe und begründete dies mit dem oft recht frühen, hohen Konsum und dem daraus resultierenden Leistungsknick. Eine andere Begründung für die hohe Zahl der Cannabis-Patienten könnte auch die Spezialisierung auf Cannabis seit 2006 in seiner Einrichtung sein, sowie die fortschrittliche Drogenpolitik in Frankfurt was Opiate angeht.

Auf die Frage, wie wahrscheinlich denn nun die Legalisierung sei, antwortete Frau Wolter-Brandecker mit 10-15 Jahren. Herr Stöver ist da wesentlich optimistischer und sagt das Wir bis 2018 etwas geschafft haben sollten. Wir nehmen ihn beim Wort.

Weitere Artikel zur Veranstaltung findet ihr hier:

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen!

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014

Die Hanf-Initiative ist am Samstag um 6 Uhr in der früh zu dritt Richtung München aufgebrochen. Wir waren bereits um ca. 10:20 Uhr am Sendlinger Tor. Da die Demo erst um 13 Uhr losging und die Wiesn nicht weit entfernt waren, haben wir eine Runde auf dem Oktoberfest gedreht. Wäre das alles nicht so teuer, hätte ich mich gerne auch mal in eines der Fahrgeschäfte gesetzt. Ohne Alkoholleichen ist es dort nämlich eigentlich recht Schön.

Lieber Kiffen statt Kotzen! war das Motto der Demo in München, die leider etwas schleppend anlief. Der LKW fehlte, samt PA-Anlage und Co. Es hatten sich schon einige Leute versammelt, die aufgrund der Verspätung etwas am Murren waren. Es waren verschiedene Patienten vor Ort, die ihre Medizin nach einer anfänglichen, provozierten, Überprüfung ungestört einnehmen konnten. Die Polizei war ruhig und hat die Veranstaltung sichernd begleitet. Es gab unseres Wissens keinerlei weiteren Kontrollen oder Durchsuchungen. Und es roch gut, wenn man sich zwischen den Demonstrationsteilnehmer bewegte. Die Infostände blieben am Sendlinger Tor zurück und wir brachen mit ca. einer Stunde Verspätung auf. Leider musste die Zwischenkundgebung deswegen ausfallen. Schade, war diese doch in der nähe der Theresienwiesen und einer Vielzahl von Oktoberfest Besuchern. Allerdings wollte man wohl auch die auf der Abschlusskundgebung geplanten Redner, wie z.B. Richter Andreas Müller oder Dieter Janecek (MdB, GRÜNE), nicht unnötig lange warten lassen. Mit guter Musik und viel guter Laune, mit Rossy, Gunda und Jimanju am Mikro- und Megafon, sind wir ca. 1,5 Stunden mit ordentlich Krawall, durch München gezogen. Durch das Oktoberfest hatten wir sehr viele Zuschauer, viele haben unser anliegen befürwortet, manche haben sich auch in die Demo eingereiht. Es war mal etwas anderes, umgeben von Dirndl (Trachtenkleid) und Lederne (Lederhose).

Um ca. 16:30 kamen wir wieder am Sendlinger Tor an. Jimanju von der Hanf-Initative durfte, nach einigen Worten durch Katharina Walther, mit seiner ersten Rede überhaupt etwas zur aktuellen Frankfurter Situation sagen.

Danach sind wir leider wieder Richtung Frankfurt aufgebrochen und konnten die restliche Veranstaltung mit hochkarätigen Rednern leider nicht verfolgen.

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 - François (Hanf-Initiative)

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 – François (Hanf-Initiative)

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 - Hanf-Initiative

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 – Hanf-Initiative

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 - Rede Jimanju (Hanf-Initiative)

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 – Rede Jimanju (Hanf-Initiative)

Weichenstellung in Frankfurt!

Weichenstellung für eine neue Drogenpolitik!

In Frankfurt werden aktuell die Weichen für eine neue Drogenpolitik gestellt. Ein hoffnungsvoll klingender Antrag von CDU und GRÜNE wurde von Rosemarie Heilig, Gesundheitsdezernentin der Stadt Frankfurt, eingereicht. Dieser zielt auf die im Koalitionsvertrag, der SCHWARZ-GRÜNEN Landesregierung, verankerten Fortentwicklung des „Frankfurter Weg“ ab. Weichen-stellend ist dabei, dass der Antrag von der CDU mitgetragen wird.

Ziel des Antrages und wortwörtlich so im Koalitionsvertrag (S. 80 Absatz 4) verankert, ist es die „Beratung, Aufklärung und den Gesundheitsschutz“ zielgerichtet zu verstärken. Dabei wird im Antrag angeführt, dass „wenn es schon nicht gelingt, sie von dem als solchem gesundheitsschädlichen Konsum abzubringen, im Rahmen des Möglichen vor gesundheitlichen Schäden zu schützen“. In der 2. Forderung des Antrages wird die Einrichtung eines Modellversuch gefordert, der in Zusammenarbeit mit der Landesregierung und der Landesstelle für Suchtfrage (HLS), nach Frankfurt geholt werden soll.

Drug Checking kommt?

Fraglich ist, wie dieser Modellversuch tatsächlich aussehen wird und wie der Ablauf organisiert wird. Aus der Begründung des Antrages geht hervor, das „Drug Checking“ in Zusammenhang mit einer entsprechenden Beratung der Konsumentinnen und Konsumenten, zu solch einem Modellversuch dazugehören könnte.

In Frankfurt bewegt sich viel!

Nun ist dieser Antrag nicht das einzige, das aktuell in Frankfurt in Sachen Drogenpolitik geschieht, sondern nur ein i-Tüpfelchen mit dem wir von der Hanf-Initiative nun gar nicht gerechnet haben.

Das Jahr fing früh an mit „Pro-Cannabis-Anträgen“. Bereits am 18.02.2014 wurde dem Antrag der GRÜNEN, „Legale Verkaufsstellen für Cannabisprodukte“ (OF409/1), im Ortsbeirat 1 zugestimmt. Im Ortsbeirat 9 wurde ein fast gleichlautender Antrag der LINKEN am 13.03.2014 abgelehnt. Der Antrag der Grünen soll eigentlich im Ausschuss für Soziales und Gesundheit behandelt werden, bisher wurde der Antrag jedoch nur zurückgestellt. (Wir berichteten: Cannabis Diskussion im Römer – Das Signal steht auf Zusammenarbeit ?! ; Zurückgestellt! Trotzdem gibt es gute Neuigkeiten.)

Auch der Ortsbeirat 3 beteiligte sich schnell, jedoch wurde der Antrag, für einen „Vortrag eines Fachmanns der Polizei zu einem möglichen Modellversuch der Cannabis-Legalisierung im Nordend“, am 20.03.2014 abgelehnt. Im OBR3 wurde zudem am 08.05.2014 ein Antrag für „Legale Verkaufsstellen für Cannabisprodukte“ von den LINKEN besprochen. Dieser wurde bis auf Wiederaufruf zurückgestellt, man darf also gespannt sein. Am 11.09.2014 ist die nächste Sitzung des OBR3.

Im April hat Ingrid Wunn, als Ortsbeirätin (OBR9), einen Antrag eingereicht um die „Öffentliche Diskussion über Cannabis zu unterstützen!“ (OF777/9). Dabei geht es um die Einrichtung eines Hanflabyrinths, als „spielerisches“ Element zur Unterstützung der Diskussion über die Hanfpflanze und deren Nutzen als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Die STVV hat hierzu bereits Stellung bezogen und erachtet die vorhanden Präventionsangebote als ausreichend und wörtlich: „Die Kosten-Nutzen Abwägung spricht gegen die Umsetzung.“ Ich halte eine Kosten-Nutzen Abwägung, bei der schon in der Einleitung „die Betriebsmotivation hier im zu schaffenden Zugewinn zum – später – zu erwartenden Ernteertrag.“ angeführt wird, für nicht im Ansatz Sinnvoll. Der Gewinn liegt unseres Erachtens in der Möglichkeit, neben den Präventionsangeboten die auf Sucht ausgelegt sind, die Bevölkerung über den weiteren Nutzen, vor allem als Rohstoff der den wenigsten tatsächlich bekannt ist, aufzuklären.

Anfrage der SPD-Fraktion im Römer.

Neben den Anträgen gab es auch eine Anfrage der SPD an den Magistrat, die auf Grundlage der Aussagen und Ergebnisse der internationalen Drogenkonferenz in Frankfurt, sowie den Anträgen der Ortsbeiräte gestellt wurde. Die Anfrage zielte auch hier wieder auf einen Modellversuch zur Legalisierung von Cannabisprodukten ab. Es sollte beantwortet werden welche Chancen für eine Ausnahmegenehmigung gesehen werden und ob sich der Magistrat auch um ein solches Bemühen würden. Die Antwort auf die Anfrage kam knapp 4 Monate später, am 18.07.2014 von Frau Heilig.

„Der Magistrat nimmt zum jetzigen Zeitpunkt zu dem Vorschlag eines Modellversuchs zur Legalisierung von Cannabisprodukten für den Eigengebrauch und die Einrichtung legaler Verkaufsstellen für Cannabis keine Stellung.“, diese Thematik soll auf der 1. Frankfurter Fachtagung Cannabis (am 17.11.2014) Thema werden. Es soll mit Experten nicht nur die Verbreitung, Wirkungen und Risiken von Cannabis, sondern auch die Entkriminalisierung, Modelle der Regulierung und kontrollierten Abgabe, Gesundheits- und Suchtgefahren, sowie die medizinische Anwendung von Cannabis thematisiert werden. „Auf Grundlage dieser Fachdiskussion wird perspektivisch […] zu entscheiden sein, ob und in welcher Weise die Stadt Frankfurt eine Initiative ergreifen wird.“

Was kommt nun?

Einige Anträge sind in Frankfurt aus verschiedensten Richtungen unterwegs, dazu kommen Anfragen der SPD, ein Antrag der Schwarz-Grünen Regierung und eine Fachtagung im November die all diese Fragen klären soll. Die Anträge der Ortsbeiräte werden immer wieder zurückgestellt und auch die Anfrage der SPD zeigt, dass Gesundheitsdezernentin Heilig alles auf nach der Fachtagung schieben möchte. Vielleicht beschert uns die Fachtagung ja ein Weihnachtsgeschenk in Form eines Modellversuchs.

Was kann ich tun?

Die Hanf-Initiative unterstützt diese Entwicklung und wir wollen noch mehr Leute informieren, dass überhaupt etwas in Frankfurt passiert. Wir werden Infostände, Kundgebungen, Unterschriftensammlungen und Demonstrationen veranstalten. Wir halten regelmäßige Orgatreffen, bei denen auch du Teilnehmen kannst. Wir freuen uns über jeden Mitstreiter, egal ob er sich auf die Bühne stellen möchte oder lieber im Hintergrund bleiben will. Kontaktier uns einfach.