Fachtagung Cannabis – Das Interesse ist (zu) groß!

Die Deadline für die Anmeldungen zur Fachtagung Cannabis in Frankfurt, die am 17.November stattfinden soll, ist bald erreicht. Am 20. Oktober ist Schluss.

Schon heute haben wir vom Drogenreferat Frankfurt erfahren, dass die Resonanz auf die Veranstaltung sehr groß ist und die Anfragen noch immer beantwortet werden. Eine verbindliche Teilnahme kann noch nicht zugesichert werden. Dies soll aber bis zum 27. Oktober geschehen.

Wir sind mit 4 Teilnehmern angemeldet und hoffen das Wir auch alle an der Veranstaltung teilnehmen können.

Schon die SPD-Veranstaltung war mit 300 Personen mehr als gut besucht, das Interesse für die Fachtagung scheint ebenso groß zu sein.

Cannabis legalisieren? – Ja, Stöver sagt 2018!

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Plakat der SPD zur Veranstaltung Cannabis legalisieren?

Am Montag den 29. September hat die Frankfurter SPD eine Podiumsdiskussion mit dem Thema “Cannabis legalisieren?” veranstaltet. Auf dem Podium waren der Suchtforscher Heino Stöver von der Frankfurter Fachhochschule, Psychologe Ulrich Claussen, der in einer therapeutischen Einrichtung im Odenwald arbeitet und Dr. Renate Wolter-Brandecker von der Frankfurter SPD. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christian Palm (FAZ).

Es drängten sich ca. 300 Leute in den großen Saal im Haus am Dom, das Interesse war groß und es waren von Alt bis Jung verschiedenste Leute da. Es zeigte sich mal wieder: Cannabis zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und ist kein Hippie-Syndrom.

Die Verbotspolitik verabschiedet sich nicht von Cannabis, sondern Cannabis verabschiedet sich von der Verbotspolitik!

Gleich zu Beginn der Veranstaltung fragte Herr Palm das Publikum “Wer hat denn noch kein Cannabis konsumiert?” Nur einige wenige Hände zeigten auf. Auch dies ein Signal das Cannabis aus dem Schatten der Verbotspolitik austritt. Hinzu kommt, dass laut Suchtforscher Stöver 95% kein Problem mit dem Cannabiskonsum haben. Die Drogenpolitik ist gescheitert und kriminalisiert unnötig.

Das Problem ist nicht das Ausprobieren von Cannabis, sondern dabei erwischt zu werden, sagt Frau Wolter-Brandecker

Auch Fr. Dr. Brandecker sagte, das es dazugehöre Dinge auszuprobieren. Die Verbotspolitik führt allerdings dazu, dass junge Menschen kriminalisiert werden und in eine Spirale geraten aus der sie sich nur sehr schwer wieder befreien können. Gebradmarkt mit dem Stempel “BTM-Konsument” reicht es in eine reguläre Verkehrskontrolle zu kommen, die Aufforderung zur Drogenkontrolle ist dann quasi garantiert. Vermutlich auch aus solchen Gründen will Frau Wolter-Brandecker die Debatte in die Kommunen tragen und vor Ort diskutieren und einen überparteilichen Konsens herstellen.

Dem stand der Psychologe und Leiter eine Suchtklinik Ulrich Claussen gegenüber, der als warnende Stimme mit im Podium saß und vor allem auf seine Patienten verwies. Über die Hälfte seien wegen Cannabis bei ihm. Zudem sei er überrascht gewesen, dass die Bildung der Cannabisabhängigen hinter der von Opiatabhängigen stehe und begründete dies mit dem oft recht frühen, hohen Konsum und dem daraus resultierenden Leistungsknick. Eine andere Begründung für die hohe Zahl der Cannabis-Patienten könnte auch die Spezialisierung auf Cannabis seit 2006 in seiner Einrichtung sein, sowie die fortschrittliche Drogenpolitik in Frankfurt was Opiate angeht.

Auf die Frage, wie wahrscheinlich denn nun die Legalisierung sei, antwortete Frau Wolter-Brandecker mit 10-15 Jahren. Herr Stöver ist da wesentlich optimistischer und sagt das Wir bis 2018 etwas geschafft haben sollten. Wir nehmen ihn beim Wort.

Weitere Artikel zur Veranstaltung findet ihr hier:

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen!

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014

Die Hanf-Initiative ist am Samstag um 6 Uhr in der früh zu dritt Richtung München aufgebrochen. Wir waren bereits um ca. 10:20 Uhr am Sendlinger Tor. Da die Demo erst um 13 Uhr losging und die Wiesn nicht weit entfernt waren, haben wir eine Runde auf dem Oktoberfest gedreht. Wäre das alles nicht so teuer, hätte ich mich gerne auch mal in eines der Fahrgeschäfte gesetzt. Ohne Alkoholleichen ist es dort nämlich eigentlich recht Schön.

Lieber Kiffen statt Kotzen! war das Motto der Demo in München, die leider etwas schleppend anlief. Der LKW fehlte, samt PA-Anlage und Co. Es hatten sich schon einige Leute versammelt, die aufgrund der Verspätung etwas am Murren waren. Es waren verschiedene Patienten vor Ort, die ihre Medizin nach einer anfänglichen, provozierten, Überprüfung ungestört einnehmen konnten. Die Polizei war ruhig und hat die Veranstaltung sichernd begleitet. Es gab unseres Wissens keinerlei weiteren Kontrollen oder Durchsuchungen. Und es roch gut, wenn man sich zwischen den Demonstrationsteilnehmer bewegte. Die Infostände blieben am Sendlinger Tor zurück und wir brachen mit ca. einer Stunde Verspätung auf. Leider musste die Zwischenkundgebung deswegen ausfallen. Schade, war diese doch in der nähe der Theresienwiesen und einer Vielzahl von Oktoberfest Besuchern. Allerdings wollte man wohl auch die auf der Abschlusskundgebung geplanten Redner, wie z.B. Richter Andreas Müller oder Dieter Janecek (MdB, GRÜNE), nicht unnötig lange warten lassen. Mit guter Musik und viel guter Laune, mit Rossy, Gunda und Jimanju am Mikro- und Megafon, sind wir ca. 1,5 Stunden mit ordentlich Krawall, durch München gezogen. Durch das Oktoberfest hatten wir sehr viele Zuschauer, viele haben unser anliegen befürwortet, manche haben sich auch in die Demo eingereiht. Es war mal etwas anderes, umgeben von Dirndl (Trachtenkleid) und Lederne (Lederhose).

Um ca. 16:30 kamen wir wieder am Sendlinger Tor an. Jimanju von der Hanf-Initative durfte, nach einigen Worten durch Katharina Walther, mit seiner ersten Rede überhaupt etwas zur aktuellen Frankfurter Situation sagen.

Danach sind wir leider wieder Richtung Frankfurt aufgebrochen und konnten die restliche Veranstaltung mit hochkarätigen Rednern leider nicht verfolgen.

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 - François (Hanf-Initiative)

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 – François (Hanf-Initiative)

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 - Hanf-Initiative

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 – Hanf-Initiative

Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 - Rede Jimanju (Hanf-Initiative)

Hanftag München – Lieber Kiffen, statt Kotzen! 2014 – Rede Jimanju (Hanf-Initiative)

Weichenstellung in Frankfurt!

Weichenstellung für eine neue Drogenpolitik!

In Frankfurt werden aktuell die Weichen für eine neue Drogenpolitik gestellt. Ein hoffnungsvoll klingender Antrag von CDU und GRÜNE wurde von Rosemarie Heilig, Gesundheitsdezernentin der Stadt Frankfurt, eingereicht. Dieser zielt auf die im Koalitionsvertrag, der SCHWARZ-GRÜNEN Landesregierung, verankerten Fortentwicklung des “Frankfurter Weg” ab. Weichen-stellend ist dabei, dass der Antrag von der CDU mitgetragen wird.

Ziel des Antrages und wortwörtlich so im Koalitionsvertrag (S. 80 Absatz 4) verankert, ist es die “Beratung, Aufklärung und den Gesundheitsschutz” zielgerichtet zu verstärken. Dabei wird im Antrag angeführt, dass “wenn es schon nicht gelingt, sie von dem als solchem gesundheitsschädlichen Konsum abzubringen, im Rahmen des Möglichen vor gesundheitlichen Schäden zu schützen”. In der 2. Forderung des Antrages wird die Einrichtung eines Modellversuch gefordert, der in Zusammenarbeit mit der Landesregierung und der Landesstelle für Suchtfrage (HLS), nach Frankfurt geholt werden soll.

Drug Checking kommt?

Fraglich ist, wie dieser Modellversuch tatsächlich aussehen wird und wie der Ablauf organisiert wird. Aus der Begründung des Antrages geht hervor, das “Drug Checking” in Zusammenhang mit einer entsprechenden Beratung der Konsumentinnen und Konsumenten, zu solch einem Modellversuch dazugehören könnte.

In Frankfurt bewegt sich viel!

Nun ist dieser Antrag nicht das einzige, das aktuell in Frankfurt in Sachen Drogenpolitik geschieht, sondern nur ein i-Tüpfelchen mit dem wir von der Hanf-Initiative nun gar nicht gerechnet haben.

Das Jahr fing früh an mit “Pro-Cannabis-Anträgen”. Bereits am 18.02.2014 wurde dem Antrag der GRÜNEN, “Legale Verkaufsstellen für Cannabisprodukte” (OF409/1), im Ortsbeirat 1 zugestimmt. Im Ortsbeirat 9 wurde ein fast gleichlautender Antrag der LINKEN am 13.03.2014 abgelehnt. Der Antrag der Grünen soll eigentlich im Ausschuss für Soziales und Gesundheit behandelt werden, bisher wurde der Antrag jedoch nur zurückgestellt. (Wir berichteten: Cannabis Diskussion im Römer – Das Signal steht auf Zusammenarbeit ?! ; Zurückgestellt! Trotzdem gibt es gute Neuigkeiten.)

Auch der Ortsbeirat 3 beteiligte sich schnell, jedoch wurde der Antrag, für einen “Vortrag eines Fachmanns der Polizei zu einem möglichen Modellversuch der Cannabis-Legalisierung im Nordend”, am 20.03.2014 abgelehnt. Im OBR3 wurde zudem am 08.05.2014 ein Antrag für “Legale Verkaufsstellen für Cannabisprodukte” von den LINKEN besprochen. Dieser wurde bis auf Wiederaufruf zurückgestellt, man darf also gespannt sein. Am 11.09.2014 ist die nächste Sitzung des OBR3.

Im April hat Ingrid Wunn, als Ortsbeirätin (OBR9), einen Antrag eingereicht um die “Öffentliche Diskussion über Cannabis zu unterstützen!” (OF777/9). Dabei geht es um die Einrichtung eines Hanflabyrinths, als “spielerisches” Element zur Unterstützung der Diskussion über die Hanfpflanze und deren Nutzen als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Die STVV hat hierzu bereits Stellung bezogen und erachtet die vorhanden Präventionsangebote als ausreichend und wörtlich: “Die Kosten-Nutzen Abwägung spricht gegen die Umsetzung.“ Ich halte eine Kosten-Nutzen Abwägung, bei der schon in der Einleitung “die Betriebsmotivation hier im zu schaffenden Zugewinn zum – später – zu erwartenden Ernteertrag.” angeführt wird, für nicht im Ansatz Sinnvoll. Der Gewinn liegt unseres Erachtens in der Möglichkeit, neben den Präventionsangeboten die auf Sucht ausgelegt sind, die Bevölkerung über den weiteren Nutzen, vor allem als Rohstoff der den wenigsten tatsächlich bekannt ist, aufzuklären.

Anfrage der SPD-Fraktion im Römer.

Neben den Anträgen gab es auch eine Anfrage der SPD an den Magistrat, die auf Grundlage der Aussagen und Ergebnisse der internationalen Drogenkonferenz in Frankfurt, sowie den Anträgen der Ortsbeiräte gestellt wurde. Die Anfrage zielte auch hier wieder auf einen Modellversuch zur Legalisierung von Cannabisprodukten ab. Es sollte beantwortet werden welche Chancen für eine Ausnahmegenehmigung gesehen werden und ob sich der Magistrat auch um ein solches Bemühen würden. Die Antwort auf die Anfrage kam knapp 4 Monate später, am 18.07.2014 von Frau Heilig.

“Der Magistrat nimmt zum jetzigen Zeitpunkt zu dem Vorschlag eines Modellversuchs zur Legalisierung von Cannabisprodukten für den Eigengebrauch und die Einrichtung legaler Verkaufsstellen für Cannabis keine Stellung.”, diese Thematik soll auf der 1. Frankfurter Fachtagung Cannabis (am 17.11.2014) Thema werden. Es soll mit Experten nicht nur die Verbreitung, Wirkungen und Risiken von Cannabis, sondern auch die Entkriminalisierung, Modelle der Regulierung und kontrollierten Abgabe, Gesundheits- und Suchtgefahren, sowie die medizinische Anwendung von Cannabis thematisiert werden. “Auf Grundlage dieser Fachdiskussion wird perspektivisch [...] zu entscheiden sein, ob und in welcher Weise die Stadt Frankfurt eine Initiative ergreifen wird.”

Was kommt nun?

Einige Anträge sind in Frankfurt aus verschiedensten Richtungen unterwegs, dazu kommen Anfragen der SPD, ein Antrag der Schwarz-Grünen Regierung und eine Fachtagung im November die all diese Fragen klären soll. Die Anträge der Ortsbeiräte werden immer wieder zurückgestellt und auch die Anfrage der SPD zeigt, dass Gesundheitsdezernentin Heilig alles auf nach der Fachtagung schieben möchte. Vielleicht beschert uns die Fachtagung ja ein Weihnachtsgeschenk in Form eines Modellversuchs.

Was kann ich tun?

Die Hanf-Initiative unterstützt diese Entwicklung und wir wollen noch mehr Leute informieren, dass überhaupt etwas in Frankfurt passiert. Wir werden Infostände, Kundgebungen, Unterschriftensammlungen und Demonstrationen veranstalten. Wir halten regelmäßige Orgatreffen, bei denen auch du Teilnehmen kannst. Wir freuen uns über jeden Mitstreiter, egal ob er sich auf die Bühne stellen möchte oder lieber im Hintergrund bleiben will. Kontaktier uns einfach.

Hanfparade 2014 – Die HAI vor Ort

HP2014 Übersicht PanoramaEin kleiner Erlebnisbericht

(von Jimanju)

Vor der Demo

Die Hanf-Initiative hat sich in Teilen, genauer gesagt in Person von Ingrid Wunn und Jimanju, bereits am Donnerstag auf in Richtung Hauptstadt gemacht. In Berlin kann man vieles an normalen Touri kram machen, aber das ist für uns als Legalizer eher zweitrangig. Nirgendwo sonst, als in Berlin, ist die Dichte an Aktivismusgruppen und Aktionen für die Legalisierung so groß.

Mit gut 2,5 Stunden Verspätung kamen wir in Berlin an. Unsere erste Anlaufstation, das Hanf Museum. Für Ingrid als alter Hase der Legalisierungs-Szene sind Steffen und co. aus dem Hanf Museum natürlich alte Bekannte, für mich waren alle Gesichter mehr oder weniger neu. Bei der Ankunft hörte man schon die Stichsäge brummen und mit einem ersten Blick in den Innenhof konnte man schon einige fleißige Helfer sehen, die ­Transpis und Schilder am Bepinseln waren. Die Jungs von Hangout-TV waren vor Ort und noch einige andere. Nach ein wenig Hilfe beim Bemalen der Reeperbahn und doch recht anstrengender Anfahrt haben wir noch einige Zeit im Hanf-Museum verbracht und sind dann wie Steine ins Bett gefallen.

Am Freitag haben wir unseren ehemaligen Hanf-Initiative Kollegen Flo, bei der Arbeit im DHV-Büro besucht. Nach kurzem Plausch mit Georg und Co., inmitten der neuen Räumlichkeiten des DHV mit gut sortierten Regalen für Flyer, sowie Videoraum und Co., wollten wir aber auch nicht allzu lang Stören und sind nach einer kleinen Pause bald wieder los.

Von dort ging es dann direkt weiter ins Hanf Museum, wo schon seit morgens fleißig gewerkelt wurde. Die Vorbereitungen für die Hanfparade laufen auf Hochtouren. Das sieht richtig gut aus. Wenn der Startschuss näher rückt, wird’s hektisch, vor allem für die Leute des Hanfparade Orgateam. Auch das merkte man ein wenig. Um 19 Uhr durften wir dann dem letzten Hanfparade Orgatreffen, vor der Demo, beiwohnen. Für viele wäre das vermutlich eher uninteressant, aber aus der langjährigen Erfahrung der Hanfparade kann man auch als Frankfurter, mit einem erheblich kleineren GMM, einiges mitnehmen.

Endlich war es so weit. Samstagmorgen, noch ein paar Stunden bis zur Hanfparade. Für mich das erste Mal Berlin, das erste Mal Hanfparade. Erst mal ging es noch schnell ins Hanf Museum, ein-zwei Dinge anpacken, von dort dann weiter zur Startkundgebung am Hauptbahnhof, denn Ingrid musste ja auch ihre Rede halten. Es waren schon vor dem offiziellen Start 2-3 Tausend Personen dort. Alles Kunterbunt durchgemischt, so wie das in Berlin auch sein muss.

Die Startkundgebung geht los.

Vorm Hauptbahnhof, kurz vor Start der Demonstration, haben wir auch unsere restlichen Hanf-Initiative Mitglieder gefunden, die erst am Samstag angereist sind. Immerhin war Frankfurt so mit wenigstens 6 Personen vertreten. Ich vermute jedoch, dass einige mehr aus Frankfurt da gewesen sind. (Kommt ihr dann bitte auch zum nächsten Orgatreffen der HAI in FFM?)

Steffen eröffnete die Veranstaltungen und nach einigen Reden, kam auch Ingrid zu Wort. Ingrid Wunn ist nicht nur Mitbegründerin der Hanf-Initiative Frankfurt und mit dieser schon seit über 10 Jahren aktiv, sondern auch medizinische Verwenderin von Cannabis. Sie hat keine Ausnahmegenehmigung und sieht den Weg zur Ausnahmegenehmigung als bürokratisches Monster, bei dem die meisten Patienten durch die Maschen fallen oder einfach nicht die Kraft haben sich diesem Wahnsinn auszusetzen. Gleichzeitig bringt die Ausnahmegenehmigung quasi nichts, denn wenn man sich das Cannabis aus der Apotheke leisten will, sollte man schon einen dicken Geldbeutel mitbringen, denn die Krankenkassen zahlen bei “Drogen” nicht. Der eigentliche Grund ihrer Rede ist allerdings die angekündigte Fachtagung am 17. November in Frankfurt, zum Thema Cannabis. Wir erwarten hier den einen oder anderen Besucher, auch von außerhalb um geplante Aktionen zu unterstützen.

Die komplette Rede findet ihr hier: Hanfparade 2014: Ingrid Wunn – Hanf-Initiative Frankfurt am Main

Die Parade zieht durch Berlin.

Der Demozug bewegte sich los, die Wagen reihten sich hintereinander ein und die Musik wurde aufgedreht und die Nebelmaschinen angeschmissen. Was direkt auffiel, war das der Demozug flotter unterwegs als in Frankfurt. Aber “Wir sind halt der entspannte Widerstand” und in Berlin hatte man sich ja eine gute Strecke vorgenommen. Von Berlin selbst habe ich quasi nichts gesehen, denn meine Augen waren fast ausschließlich auf die Parade gerichtet. Wären wir nicht schlussendlich beim Brandenburger Tor gelandet, dann hätte ich es vermutlich nicht gesehen. Richtig gute Musik gab es auf der Strecke gleich mehrfach. Schade ist nur, dass es sehr elektrolastig gewesen ist. Ein bis zwei weitere Wagen mit ganz anderen Genre, wären schön gewesen. Am Brandenburger Tor angekommen, wurden wir erst mal mit einem ordentlichen Schauer beglückt, der allerdings nur einige Minuten anhielt und die Sonne schnell wieder rauskam.

Die Abschlusskundgebung

Viel Musik, viel Party, viele Reden. Von der Haupttribüne, über die Speakers-Corner auf dem Hanfpardewagen, den Infoständen der unterschiedlichsten Organisationen, dem Hanfpflanzen-Stand mit Reeperbahn, bis zu den Party-Paradewagen, war eine Menge los. Viele interessante Reden, wovon die meisten auch auf Youtube zu sehen sind. Alles in allem eine sehr schöne Hanfparade.

Einen großen Respekt an Steffen Geyer als Verantwortlichen und das ganze Hanfparade Orgateam. Auch wenn ihr euer gestecktes Ziel nicht erreicht habt und mit der Teilnehmerzahl unzufrieden seit, es war schön und nächstes Jahr wirds schöner.

Das nächste Orgatreffen – Sei mit dabei!

Das letzte Orgatreffen am 07.06 war erfolgreich. Wir konnten einige Projekt besprechen und waren mit insgesamt 10 Teilnehmern vor Ort. Mit einem netten kleinen Abschlussgrillen konnten wir den Abend ausklingen lassen und das schöne Wetter genießen.

Am 05.07 um 16 Uhr möchten wir euch wieder zum Hanf-Initiative Orgatreffen einladen. Kommt vorbei und beteiligt euch an der Planung des GMM 2015 und anderen Projekten, wie der Cannabis-Bike-Tour oder einer Bustour zur Hanfparade.

Wegbeschreibung: (<– als Google-Map, mit Wegbeschreibung und Anhaltspunkten)
Samstag dem 05.07. um 16 Uhr im Nachbarschaftsbüro Platensiedlung, Franz Werfel Str. 37 in Frankfurt/Ginnheim

Vom Frankfurter Hauptbahnhof mit der Tram 16 zum Bahnhof Ginnheim, und danach die Rosa Luxemburg Straße hochlaufen, über den LIDL Parkplatz und dann findet ihr es schon. Wir hängen wie immer eine kleine Hanf Fahne am Balkon auf damit ihr uns leichter findet, dann müsst ihr nur noch beim Nachbarschaftsbüro klingeln.

 

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Zurückgestellt! Trotzdem gibt es gute Neuigkeiten.

Am 23.06. um 18 Uhr war es wieder soweit, der “Ausschuss für Soziales und Gesundheit” hatte erneut den Beschluss aus dem OBR 1, aus der Anregung der Grünen auf der Tagesordnung. Leider wollte man wieder nicht darüber Diskutieren. Auf Wunsch der CDU (ohne Begründung), wurde der Tagesordnungspunkt 16 “Legale Verkaufsstellen für Cannabisprodukte” zurückgestellt. Ingrid konnte die Bürgerfragestunde dennoch nutzen und wir konnten interessante Neuigkeiten erfahren.

Ingrid kam in der Bürgerfragestunde zu Wort und kritisierte zunächst einmal die erneute Verweigerung der Diskussion, wollte jedoch nicht weiter darauf “rum reiten”. Sie schloss 2 Fragen an Frau Heilig (Gesundheitsdezernentin) an, die im Herbst eine Fachtagung (Thema: Cannabis Legalisierung) plant. Ingrid wollte wissen, ob es schon Konkretisierungen gibt, was das Datum und Referenten, sowie Ausprägung der Veranstaltung angeht. Sowie welche Organisationen geplant sind, mit in die Tagung einzubeziehen. Frau Heilig konnte kein genaues Datum nennen, sagte jedoch “Die Fachtagung wird im November stattfinden.” Zudem soll, entgegen unserer Befürchtungen, die Veranstaltung Öffentlich stattfinden und nicht hinter verschlossenen Türen. Zu Referenten und Organisationen konnte uns Frau Heilig leider nur sagen das auch mit Internationalen Teilnehmern geplant wird, da diese Planung in den Händen des Drogenreferat liegt. Erfreulicherweise wurden wir gebeten uns mit dem Drogenreferat für Vorschläge in Verbindung zu setzen. Wir wollen diese Möglichkeit nutzen.

Die neue Saison – Voll durchstarten!

Kaum Vorbei und schon geht es weiter! Die neue Saison ist gestartet und wir starten wieder voll durch.

Am Samstag den 07.06 um 16 Uhr laden wir euch zum 1. Hanf-Initiative Orgatreffen, der neuen Saison ein. Wie üblich werden wir unser Treffen im Nachbarschaftsbüro Platensiedlung abhalten. Euch erwarten viele Themen und unterschiedlichste Projekte die wir in die Tat umsetzen wollen. Seid ihr neugierig was wir so vorhaben? Dann kommt vorbei.

Weitere Infos findet ihr auch in der Facebook Veranstaltung, am besten gleich zusagen!

Adresse und Wegbeschreibung:

Nachbarschaftsbüro Platensiedlung, Franz Werfel Str. 37 in Frankfurt/Ginnheim.

Vom Frankfurter Hauptbahnhof mit der Tram 16 zum Bahnhof Ginnheim, und danach die Rosa Luxemburg Straße hochlaufen, über den LIDL Parkplatz und dann findet ihr es schon. Wir hängen wie immer eine kleine Hanf Fahne am Balkon auf damit ihr uns leichter findet, dann müsst ihr nur noch beim Nachbarschaftsbüro klingeln.

 

Cannabis Diskussion im Römer – Das Signal steht auf Zusammenarbeit ?!

Heute war um 17 Uhr die Sitzung des Ausschusses für Soziales & Gesundheit. Der überwiesene Antrag aus dem Ortsbeirat zu legalen Cannabis-Verkaufsstellen sollte als letzter Tagesordnungspunkt diskutiert werden. Allerdings wurde dieser auf Antrag verschoben. Das heißt für uns erst einmal, dass die Ausschussmitglieder eigentlich  nicht über das Thema Diskutieren wollten.

Wir taten es trotzdem!

Herr Klee vom Lastrada (Aids-Hilfe) eröffnete die Diskussionsrunde. Er berichtete von Plänen, 2 Anträge an das BfArM zu stellen. Die Gesundheitsdezernentin – Frau Heilig von den Grünen – verwies auf die Fachtagung spätestens Ende dieses Jahres, die vom Gesundheitsamt organisiert werden soll. Ingrid Wunn, Sprecherin der Hanf-Initiative Frankfurt berichtete von den Schwierigkeiten die Patienten und Patientinnen generell haben ihre Medizin – Cannabisblüten – in der Apotheke zu erhalten. So landen sie wieder auf dem Schwarzmarkt und werden kriminalisiert. Sie befürwortete eine breite gesellschaftliche Diskussion, forderte aber eine zügige Umsetzung des Antrags. Der Sprecher der FBAG (Frankfurter Behinderten ArbeitsGemeinschaft) stimmte ihr zu und prangerte an das eine Diskussion über das Thema Cannabis in der Behindertenhilfsfebereits seit mindestens über 2 Jahrzehnten verschoben wird. Michael, ebenfalls Mitglied der Hanf-Initiative, kam zu Wort und betonte, dass eine Änderung in der Drogenpolitik notwendig ist. Als junger Mensch (aus Darmstadt) begrüßte er vorallem, dass die Diskussion endlich unter einem gesundeitlichen Aspekt gesehen wird und weniger unter strafrechtlichen Gesichtspunkten.

Linke, SPD, Piraten und sogar die CDU begrüßten den Plan zur Fachtagung.

Der gesamte Ausschuss sprach sich grundsätzlich für eine breite und vernünftige, von Emotionen befreite, sachliche Diskussion aus. Es wurde aber auch klar, dass Linke und Piraten eine Änderung der Cannabis Gesetzgebung  für nötig hielten.Das Signal scheint auf Zusammenarbeit zu stehen. Wir werden berichten sobald es Neuigkeiten gibt.