Infostand mit Staatsanwalt und Polizei!

Infostand Bericht von Jimanju

HAI-Infostand-Logobild KopieDer Infostand war erstmal grau und etwas kalt. Ab 11 Uhr standen wir am Samstag in Frankfurt in der Biebergasse, direkt an der Hauptwache, mit unserem Infostand. Dieses mal nur mit dem kleinen, da wir nur zu dritt waren. Optimal wäre es zu 4. aber was nicht is, das ist halt nicht. Ingrid hielt vorallem am Stand selbst die Stellung, während wir zu 2. Flyer verteilten. Bis um 13 Uhr lief es recht schleppend. Die letzten 2 Stunden waren wesentlich besser besucht.

Man muss sich aus seine Wohlfühlzone herausbewegen und auf die Leute zu gehen, bei einem Thema das bei dem ein oder anderen manchmal kleine Wutanfälle auslöst. Da kann einem doch etwas mulmig sein. Lampenfieber könnte man auch sagen. Aber wenn man erstmal in Fahrt kommt, dann macht es richtig Spaß.

„Mir geht es um Jugend- und Verbraucherschutz, Ich bin für die Legalisierung von Cannabis“

Ich hatte zwei äußerst Interssante Gespräche. Und diese waren zum einen mit einem Staatsanwalt, zum anderen hatten wir Besuch von einer Polizistin und einem Polizisten. Ich habe mit dem Staatsanwalt und Polizisten zwei relativ lange Gespräche geführt. Beide waren aber nicht zu überzeugen.

Der Staatsanwalt lief an unserem Stand vorbei tat kund, dass er die Legalisierung nicht will und wollte weiterlaufen. Das kann man natürlich nicht einfach so stehen lassen, ich habe ihn also in ein Gespräch verwickelt und wollte ihm den „Cannabis Legalisieren?“ Flyer vom Deutschen Hanfverband, mit allen wochtigen Fakten mitgeben, den wollte er aber nicht. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass das Strafrecht der falsche Weg ist und das eine vielzahl von Menschen, durch die Kriminalisierung, schaden nimmt. Ihm waren die Strafen für die Dealer nicht hart genug und Konsumenten will man ja eigentlich auch nicht. „Die würden uns ja schon alle auslachen, die Dealer.“ und In Thailand, da war er gewesen, war das wohl alles anders, viel besser, mit härteren Strafen und so. Interssant fand ich seine Erzälungen, dass er auch schon Razzien im Cocoon angeordnet hat. Da gäbe es einen Haufen Koks! Naja soll er doch mal eine Razzia in der neuen EZB am 18.03 anordnen, mich würde interessieren was er wohl dort findet.

„Man sollte Cannabis als Ordnungswiedrigkeit behandeln.“

Es waren 2 Polizisten zu besuch an unserem Stand. Beide waren nicht aus Frankfurt, sondern sind zur EZB Eröffnung hier in Frankfurt. (Seit Samstag!) Ich habe mit dem Herrn sprechen können und ihm versucht die Cannabis als Medizin Problematik näher zu bringen. Das es aktuell zwar Menschen mit Ausnahmegenehmigungen gibt, aber es oft zu Lieferschwierigkeiten kommt. „Pech gehabt!“ Das ist ja kein Problem des Verbots, sondern ein Logistisches. Ich habe es versucht zu erklären… Bedrocan, Holland, Fagron, zu wenig Medizin, kein Änderungswille in der Politik in Sicht, mit jedem weiteren Patienten wird das Problem schlimmer… half alls nichts. Als es aber um seine persönliche Arbeit ging, stellte er schon fest, das es Arbeit für die Tonne ist und grade in Frankfurt ohnehin jede Kleinstmenge eingestellt wird. Sein wunsch wäre es, dass es bis zu einer gewissen Menge als Ordnungswiedrigkeit behandelt wird, die dann 500€ kostet.  Teuer, aber es wäre schonmal eine geringfügige Entkriminalisierung für Konsumenten.

Mein Fazit ist, es ist noch viel Redebedarf. Und mit jedem Infostand lernt man dazu.

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